Marcumar als Gefahr – Starke Blutung stillen mit StarSil

Alleine in Deutschland nehmen derzeit ca. eine Million Menschen Medikamente zur Blutverdünnung ein. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um gerinnungshemmende Mittel wie Marcumar oder ASS.

Zu den sehr häufigen Nebenwirkungen dieser Gerinnungshemmer zählen neben Zahnfleisch- und Nasenbluten auch Blut im Urin sowie Hämatome nach Verletzungen.

Kommt es jedoch zu einer schweren Verletzung in Verbindung mit einer starken Blutung, sehen sich die betroffenen Personen nicht selten einer großen Gefahr ausgesetzt. Durch die regelmäßige Einnahme von Blutverdünnern wird die Blutgerinnung stark gehemmt, weshalb ein hoher Blutverlust durch eine offene Wunde häufig die Folge ist. Die Erste Hilfe bei Marcumar Patienten und anderen betroffenen Personen besteht somit darin, eine schnelle Blutstillung trotz Einnahme von Gerinnungshemmern zu gewährleisten.

Was ist Marcumar? Ein kurzer Überblick

Marcumar, Aspirin und andere Präparate zählen zu den sogenannten Gerinnungshemmern (umgangssprachlich auch Blutverdünner genannt). Prinzipiell verhindert die Einnahme dieser Mittel die Bildung von Thrombosen, also Blutgerinnseln, welche aus verschiedenen Gründen entstehen können (mehr dazu im Bereich Warum wird Marcumar verabreicht?).

Gerinnungshemmer wirken, indem sie z.B. das Verklumpen von Blutplättchen oder die Bindung der Gerinnungsfaktoren unterbinden. Der Nachteil: Blutverdünnende Medikamente führen zu einer verstärkten Blutungsneigung, wodurch der natürliche Ablauf der Blutgerinnung deutlich verlangsamt wird und Wunden sich nur sehr langsam verschließen. Die Animation veranschaulicht exemplarisch die Wirkung von Aspirin und Marcumar, die Liste aller gerinnungshemmender Medikamente ist jedoch um einiges länger.

Starke Blutung stillen bei Marcumar

Grundsätzlich gilt, dass eine schwere Verletzung unverzüglich von einem Notarzt bzw. einem Krankenhaus behandelt werden sollte, sofern sich die Blutung durch eigenes Handeln nicht mehr unter Kontrolle bringen lässt. Leider kommt es in der Hektik der jeweiligen Situation nicht selten zu gut gemeinten, aber dennoch falschen Maßnahmen durch Ersthelfer, wodurch sich die Lage des Patienten häufig eher verschlechtert als verbessert.

Vor allem das Abbinden von Gliedmaßen zählt zu den beliebtesten Fehlern in einer Notfallsituation mit starker Blutung. Die Absicht vieler Menschen, auf diese Weise einen sicheren Blutungsstopp herbeizuführen, endet in aller Regel nur zu einer sog. venösen Stauung des zurückfließenden Blutes. Die eigentliche Gefahr bleibt jedoch weiterhin bestehen, da Blutfluss vom Körper in die Gliedmaße hinein (arterielle Blutung) nicht unterbunden wird. Auf diese kann sich die Blutung der verletzten Person sogar noch deutlich verschlimmern.

Hinzu kommt, dass ein zu langes Abbinden von Gliedmaßen eine nachhaltige Schädigung des jeweiligen Bereiches nach sich ziehen kann. So führte in der Vergangenheit das Anlegen sogenannter Tourniquets (Staubänder) bereits zum Absterben von Extremitäten wie Armen oder Beinen, da die Durchblutung des Gewebes nicht mehr ausreichend gewährleistet war.

Das Notfallset StarSil Xtreme wurde entwickelt, um auch eine starke Blutung unter Marcumar anderen Blutverdünnern sicher und nachhaltig zu stillen. Mit Hilfe des 100% pflanzlichen Blutstillers lässt sich die Blutgerinnung erheblich beschleunigen und damit innerhalb weniger Sekunden die Blutung stillen. Das hochgereinigte Pulver wird einfach auf die Wunde gegeben und entzieht dem Blut in kürzester Zeit die gesamte Flüssigkeit. Überdosierungen oder Nebenwirkungen sind nachweislich ausgeschlossen.

Das steril verpackte Fläschchen zum Einsatz, wenn gerinnungshemmende Medikamente die Behandlung einer schweren Blutung zusätzlich erschweren und ein starker Blutverlust bzw. ein Blutungsschock des Patienten drohen. Das komplette Pulver baut sich zu 100% rückstandsfrei im Körper ab. Auf diese Weise wird eine sichere Überbrückung der Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes ermöglicht.

StarSil Xtreme enthält…

  • 1 Applikator inkl. 5g blutstillendes Mittel (StarSil® Hemostat)
    (Leichter Ziehharmonikabehälter)
  • 2×2 sterile Kompressen
  • 1x Latexbinde (selbsthaftend)
  • Einmalhandschuhe
  • Beipackzettel mit Anwendungsanleitung
  • Robuste Halteschlaufe für Gürtel o.ä.
  • Wasserdichtes Inlet
  • Maße: ca. 10cm x 18,5cm x 2,5cm
  • Gewicht: 89g

  • Sofortige Blutgerinnung trotz Marcumar
  • 100% pflanzlich
  • 0% Nebenwirkungen

89,00€ inkl. MwSt. / kostenfreier Versand

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NOAK – Die neue Generation der Gerinnungshemmer

Seit einigen Jahren drängt eine Generationen sog. neuer oraler Antikoagulantien (NOAK) auf den Markt. Hierzu zählen Präparate wie Dabigatran, Rivaroxaban und Apixaban. Ihr Vorteil besteht im Wesentlichen darin, dass bei den meisten Patienten keine ständigen Kontrollen mehr nötig sind (s. unten). Sollte jedoch die Funktion der Niere eingeschränkt sein oder werden andere Medikamente gewechselt, kann eine Anpassung der Dosis erforderlich werden. Die neuen Blutverdünner müssen zudem zuverlässig immer zur gleichen Tageszeit eingenommen werden, da sie nicht so lange wirken wie die alten. Ihre Halbwertszeit beträgt nur fünf bis 17 Stunden. Daher ist die Schutzwirkung bereits beeinträchtigt, wenn nur ein oder zwei Tablettendosen vergessen werden. Und: Für die neuen oralen Antikoagulantien fehlen zurzeit noch Langzeiterfahrungen.

Insgesamt muss sowohl bei der Einnahme von Marcumar als auch bei der Therapie mit NOAKs immer mit unerwünschter Blutungsneigung gerechnet werden, zum Beispiel mit Magenbluten. Allerdings haben einige NOAKs in Studien bei bestimmten Patientengruppen den Vorteil gezeigt, dass es seltener zu gefährlichen Hirnblutungen kam als bei der Therapie mit Cumarinen. Eine Komplikation, die insgesamt zwar sehr selten ist, die aber schlimmste Folgen nach sich ziehen kann.

Aktuell befinden sich Gegenmittel zu bestimmten Gerinnungshemmern noch in der Erforschung. Gerade für den Fall einer starken Blutung bzw. eines großen Blutverlustes nach Unfällen sollte auch dies berücksichtigt werden.

Quick- und INR-Werte

Verlauf der INR- und Quickwerte

Die Wirkung gerinnungshemmender Medikamente unterscheidet sich stets nach Art des Präparates sowie des eigenen Organismus. Eine individuelle Dosierung ist damit für Patienten genauso unerlässlich wie die regelmäßige Überprüfung ihrer Gerinnungswerte. Eine zu niedrige Dosierung bietet nur unzureichenden Schutz, während eine zu intensive Einnahme starke innere und äußere Blutungen hervorrufen kann.

Das derzeit immer noch bekannteste Präparat zur Blutverdünnung ist Marcumar. Hierbei handelt es sich um den Handelsnamen des eher weniger bekannten Wirkstoffes Phenprocoumon. Grundlage für die Dosierung des Medikamentes war bzw. ist der sog. Quick-Wert, welcher jedoch je nach Messung unterschiedliche Laborwerte aufweisen kann. Als Reaktion hierauf wurde der exaktere INR-Wert eingeführt (international normalized ratio), der heute als weltweit standardisierter Wert für die Gerinnungsfähigkeit des Blutes definiert wurde. Ein INR-Wert von 1 steht dabei für eine normale Bluterinnung während eine Abweichung nach oben den jeweiligen Effekt der Gerinnungshemmung abbildet. Ein INR-Wert von 3 bedeutet somit zum Beispiel, dass das Blut bzw. die Blutung nur dreimal so langsam gerinnt wie gewöhnlich.

Wichtig: wie oben beschrieben, ist die jeweilige Messung für das Ergebnis der Quick-Werte ausschlaggebend. Somit sind diese nicht als definitive Größe zu betrachten, sondern als ungefähre Angabe. Hier noch eine kurze Übersicht des ungefähren Verhältnisses zwischen der INR und dem Quick-Wert:

INR-Wert 1,5 2,0 2,5 3,0 4,5
Quick-Wert 55 40 30 20 10

Warum wird Marcumar verabreicht?

Die Einnahme von Marcumar oder anderen Präparaten kann auf ganz unterschiedlichen Gründen basieren. Die häufigsten Ursachen sind im Folgenden erläutert:

  • Herzinfarkte können unter Umständen sogenannte Aussackungen („Aneuryma“) der Herzkammer nach sich ziehen. In diesen können sich Blutgerinnsel bilden, welche wiederum zur Gefahr eines weiteren Herzinfarktes führen. Viele betroffene Menschen sind daher zumindest für einen bestimmten Zeitraum auf Marcumar oder andere Gerinnungshemmer angewiesen. In einigen Fällen ist sogar eine lebenslange Einnahme erforderlich.
  • Herzrhythmusstörungen wie das Vorhofflimmern bewirken einen mechanischen Stillstand der Herzkammern. Infolge dessen stagniert an den Ecken dieser Kammern der Blutfluss, wodurch es dort schnell zu einer ungewollten Gerinnung des Blutes kommen kann. Die eigentliche Gefahr dabei besteht darin, dass sich ein solches Gerinnsel vom Herzen losreißt und in den Blutkreislauf gerät. Von diesem Zeitpunkt an kann es jederzeit zur Verstopfung von Gefäßen in lebenswichtigen Organen kommen. Sind Herz oder Hirn betroffen, kann es im schlimmsten Fall zu irreparablen Organschäden oder permanenten Behinderungen kommen in Folge von Herzinfarkten oder Schlaganfällen kommen. Nicht selten endet ein solches Blutgerinnsel daher auch tödlich.
  • Lungenembolien sind Krankheiten, die mit der Bildung eines Blutgerinnsels in den Bauch-, Becken- oder Beinvenen beginnen. Sobald dieses in den Blutkreislauf gelangt, kann es, ähnlich wie oben beschrieben, in die Arterien der Lungen eindringen und dort wiederum eine Gefäßverstopfung hervorrufen. Lungenembolien sind lebensgefährlich und sollten daher mit Marcumar oder vergleichbaren Präparaten frühzeitig unterbunden werden.
  • In Folge chirurgischer Eingriffe kommt es an den betroffenen Stellen der Blutgefäße regelmäßig zu einem erhöhten Risiko von Blutgerinnseln. So steigt z.B. im Zuge umfangreicher, orthopädischer Eingriffe die Gefahr eines Thrombus deutlich an. Der Einsatz von Marcumar ist somit auch nach Operationen ein notwendiger Schritt, um möglicherweise gravierende Konsequenzen für den Patienten von Beginn an zu vermeiden.

Wie wirkt Vitamin K auf die Blutgerinnung?

Häufig wird in Verbindung mit der Einnahme von Marcumar und anderen Gerinnungshemmern die Frage nach dem Vitamin K-Gehalt bestimmter Lebensmittel gestellt. Vitamin K ist dafür bekannt, dem Effekt blutverdünnender Mittel entgegenzuwirken, da es vom Körper für die Bildung bestimmter Gerinnungsfaktoren eingesetzt wird, die teilweise nur durch die Zugabe von Vitamin K innerhalb der Leber synthetisiert werden und dadurch die Aktivierung der Blutgerinnung unterstützen. Daher wird auf den Beipackzetteln von Marcumar und Co. oft darauf hingewiesen, Vitamin-K-haltige Nahrungsmittel zu reduzieren bzw. vom Verzehr größerer Mengen Vitamin K abzusehen.

Wie sich jedoch in wissenschaftlichen Beobachtungen herausgestellt hat, können Marcumar-Patienten selbst eine höhere Dosis Vitamin K über entsprechende Lebensmittel zu sich nehmen, ohne eine nennenswerte Auswirkung auf ihren INR- bzw. Quickwert befürchten zu müssen.

Was darf man bei Einnahme von Marcumar nicht essen?

Generell raten Experten zu einer vollwertigen, abwechslungsreichen und am Energiebedarf ausgerichteten Ernährung. Das Vermeiden von Vitamin K, wie es z.B. in Kopfsalat, Sonnenblumenöl oder Broccoli vorkommt, ist weder notwendig noch sinnvoll. Marcumar-Patienten sollten lediglich auf eine Vitamin-K-reiche Nahrungsergänzung in Form von Multivitamintabletten oder ähnlichem verzichten oder sich zumindest entsprechenden, ärztlichen Rat einholen. Auch drastische Ernährungsänderungen wie z.B. eine plötzliche Umstellung auf extrem fettarme Lebensmittel sollten nach Möglichkeit nicht stattfinden bzw. nur mit einer erhöhten Überprüfung des INR- bzw. Quickwertes einhergehen.

Normalerweise ist es ohnehin schwierig, den Vitamin K-Gehalt im Körper zu reduzieren, da die entsprechende Produktion innerhalb des Darms praktisch nicht steuerbar ist. Auch die Angaben des Vitamin K-Gehalts in Nährwerttabellen weichen oftmals stark voneinander ab.

Wo findet man Vitamin K?

In der folgenden Übersicht sind einige Lebensmittel aufgelistet, die Vitamin K in hohen, mittleren bzw. niedrigen Mengen enthalten. Hierbei handelt es sich jeweils um Angaben im Rohzustand. Da Vitamin K durch Kochen, Braten oder andere Hitzeentwicklung teilweise zerstört wird, verfügen viele fertig zubereitete Gerichte häufig über deutlich geringere Werte. Wie oben beschrieben ist ein kompletter Verzicht auf die dargestellten Lebensmittel nicht notwendig – eine möglichst abwechslungsreiche und vollwerte Mischkost ist am sinnvollsten. Lediglich der Verzehr von rohem Sauerkraut sollte bei Einnahmen von Marcumar oder anderen Gerinnungshemmern gemieden werden, da es einen extrem hohen Wert von 1,54 mg Vitamin K auf 100g aufweist.

Vitamin K-Gehalt in Lebensmitteln auf jeweils 100g (in absteigender Reihenfolge)

Hoher Vitamin K-Gehalt – höher als 0,10 mg pro 100g Nahrungsmittel
Hühnerleber 0,60 mg
Rosenkohl 0,60 mg
Sonnenblumenöl 0,50 mg
Spinat 0,40 mg
Weizenkeime 0,35 mg
Brathuhn 0,30 mg
Rinderleber 0,30 mg
Rotkraut 0,30 mg
Blumenkohl 0,30 mg
Fenchel 0,25 mg
Sojabohnen 0,20 mg
Kopfsalat 0,20 mg
Muskelfleisch (Schwein, Lamm, Rind) 0,20 mg
Kohl 0,20 mg
Rapsöl 0,15 mg
Kalbsleber 0,15 mg
Broccoli 0,13 mg

Mittlerer Vitamin K-Gehalt – zwischen 0,1 und 0,01 mg pro 100g Nahrungsmittel
Karotten 0,08 mg
Weizen, Kleie 0,08 mg
Vollei 0,05 mg
Maiskeimöl 0,05 mg
Hafer, Korn 0,05 mg
Erbsen (jung, grün) 0,04 mg
Mais, Korn 0,04 mg
Honig 0,03 mg
Bohnen (jung, grün) 0,02 mg
Pilze 0,02 mg
Weizen, Korn 0,02 mg
Kohl 0,02 mg
Erdbeeren 0,01 mg
Geringer Vitamin K-Gehalt – unter 0,01 mg pro 100g Nahrungsmittel
Tomaten 0,008 mg
Kuhmilch 0,004 mg

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